Folge 1066

Eisenbahnerstadt Kornwestheim - Der Rangierbahnhof

Stand

Von Autor/in Michael Kost

Wenn man von einer Eisenbahnerstadt im Südwesten spricht, dann fällt der Name Kornwestheim. Es gibt nur wenige Städte, die vom Eisenbahnwesen so stark geprägt.

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Das Team der Eisenbahn-Romantik ist gemeinsam mit der Stadtarchivarin und Historikerin Natascha Richter in die Eisenbahngeschichte der Stadt eingetaucht.

Wasserturm
Der Wasserturm der Bahn in Kornwestheim ist ein im Jahre 1914 nach Plänen von August Klönne errichteter Wasserspeicher. Er diente zum Versorgen der Dampflokomotiven am Rangierbahnhof Kornwestheim mit Wasser. Er ist von weiter her sichtbar und eine Art Wahrzeichen des Güter- und Rangierbahnhofs Bild in Detailansicht öffnen
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Bereits im Jahr 1846 bekommt Kornwestheim einen Bahnanschluss. Es liegt an der württembergischen Zentralbahn - der Strecke von Stuttgart nach Ludwigsburg. Damals war Kornwestheim noch ein kleines Bauerndorf. Mit der Eisenbahn kehrt in Kornwestheim auch der Fortschritt ein. 1891 gründete Jakob Sigle die spätere Schuhfabrik" Salamander".

Etwa zur gleichen Zeit verlegte die Eisengießerei und Metallwarenfabrik Stotz ihre Werksanlagen nach Kornwestheim. Eine wesentliche Voraussetzung für den Betrieb beider Großunternehmen war die Anbindung Kornwestheims an das Eisenbahnnetz. 1896 entsteht die Güterumgehungsbahn von Untertürkheim–Kornwestheim - diese Strecke soll den Bahnhof der Landeshauptstadt entlasten. Deswegen wird der Bau des Landesgüterbahnhofs beschlossen. Gebaut wurde er in den Jahren 1912 - 1918. Er prägt noch heute das Stadtbild. Rund ein Drittel der gesamten Kornwestheimer Gemarkungsfläche nimmt der Güter- und Rangierbahnhof ein – Er ist heute nach dem Mannheimer Rangierbahnhof der zweitgrößte in Baden-Württemberg. Täglich verlassen ungefähr 100 neu gebildete Züge den Bahnhof. Rund 550 Menschen arbeiten im Rangierbahnhof.

Es ist im Besonderen der riesige Güter- und Rangierbahnhof, der das Leben in Kornwestheim prägt und den Menschen Arbeit bietet. Und dass seit über 100 Jahren. Zum Güterverkehr gehören auch die schweren Lokomotiven. Besonders die E 94, das „Deutsche Krokodil“. Im täglichen Betrieb sieht man die Fahrzeuge schon lange nicht mehr, aber eine hat immer noch Kornwestheim als Heimatbahnhof. Die E 94 088. Seit 2018 gehört die Lok der Gesellschaft „Elektrische Zugförderung Württemberg“ aus Stuttgart.  Fabian Obenland, einer der Lokführer der 80 Jahre alten Dame nimmt das Kamerateam auf dem Führerstand der Lok mit. Wir blicken zurück, als die E 94 noch im Einsatz war. Vor allem die Strecke nach Ulm über die Geislinger Steige war ihr Revier.

Eisenbahnhistorie und Zukunft ist in Kornwestheim sehr nah zusammen. Am Ablaufberg ist seit 2023 modernste KI-gesteuerte Technik im Einsatz. In den nächsten Jahren wird der Rangierbahnhof mit neuester Signaltechnik ausgestattet. Der Güterverkehr soll weiter zunehmen. Der Containerbahnhof in Kornwestheim soll weiterwachsen.

Damit sichert die Bahn Arbeitsplätze und der Stadt weiterhin das Prädikat als – „Eisenbahnerstadt“. Auch das wird in der Neuen Folge der Eisenbahn-Romantik gezeigt.

(ESD: 16.02.2024)

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